Deutscher Hotel- und Gaststättenverband Niedersachsen

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DEHOGA empört über Aussagen von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas

Präsident Breuckmann fordert Rücknahme der „Kampfansage gegen Arbeitgeber“

Hannover, 4. Dezember 2025. Mit deutlicher Kritik reagiert der DEHOGA Niedersachsen auf die jüngsten Äußerungen von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas beim Juso-Bundeskongress in Mannheim. Bas hatte dort erklärt, sie wolle „gegen die Arbeitgeber kämpfen“ und forderte die Nachwuchsorganisation der SPD auf, es ihr gleichzutun.

Für den DEHOGA ist diese Aussage ein massiver Affront gegenüber den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern des Gastgewerbes. „Diese Worte sind nicht nur völlig unangemessen, sondern ein Schlag ins Gesicht aller Unternehmerinnen und Unternehmer, die tagtäglich Verantwortung tragen – für ihre Betriebe, ihre Mitarbeiter und für die regionale Wirtschaft“, sagt DEHOGA-Präsident Dirk Breuckmann.

Bas hatte in ihrer Rede außerdem kritisiert, dass beim Deutschen Arbeitgebertag „vornehmlich Männer in maßgeschneiderten Anzügen auf bequemen Sesseln“ säßen. Eine Bemerkung, die in der Branche für Kopfschütteln sorgt.

„Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber im Gastgewerbe passen in dieses Bild nicht – und doch werden sie von der Ministerin pauschal abgekanzelt“, so Breuckmann. „Unsere Branche lebt davon, dass Chefinnen und Chefs selbst mit anpacken – am Herd, im Service, in der Küche, an der Rezeption. Ohne ihren täglichen Einsatz gäbe es keine Erlebnisse für Gäste, keine erfolgreichen Betriebe und keine Arbeitsplätze.“

Branche als Rückgrat des Tourismus – Arbeitgeber verdienen Respekt

Allein in Niedersachsen beschäftigen Hotellerie und Gastronomie knapp 90.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sowie weitere rund 110.000 geringfügig Beschäftigte. Der DEHOGA Niedersachsen vertritt knapp 5.000 Mitgliedsbetriebe – und damit 5.000 Arbeitgeber, die Verantwortung tragen und oft unter hohem persönlichen Einsatz ihren Beitrag zur regionalen Wertschöpfung leisten.

„Es ist absolut inakzeptabel, dass die Arbeitsministerin pauschal einen Kampf gegen Arbeitgeber ausruft, statt beide Seiten zu unterstützen – Arbeitnehmer und Arbeitgeber“, betont Breuckmann. „Wir erwarten, dass eine Arbeitsministerin Brücken baut und nicht Gräben vertieft.“

Der Tourismus in Niedersachsen sei ganz wesentlich auf ein starkes Gastgewerbe angewiesen. „Ohne Restaurants, Hotels und Cafés gäbe es weder Urlaubs- noch Geschäftstourismus. Es braucht Respekt für die Leistung unserer Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, nicht politische Kampfparolen.“

Forderung: Rücknahme der Aussagen

Der DEHOGA Niedersachsen fordert Bas daher nachdrücklich auf, ihre Aussagen zurückzunehmen. „Wer verantwortungsvolle Unternehmer öffentlich zum Gegner erklärt, schadet dem gesellschaftlichen Miteinander und der wirtschaftlichen Stabilität“, so Breuckmann. „Unsere Branche arbeitet hart – und sie verdient Wertschätzung, keine Feindbilder.“

Der DEHOGA Niedersachsen ist der Unternehmerverband des Gastgewerbes mit knapp 5.000 Mitgliedern, davon über 1.300 Ausbildungsbetriebe. Er macht Branchenpolitik und vertritt die Interessen seiner Mitglieder aus Hotellerie und Gastronomie. Der DEHOGA Niedersachsen ist in acht Bezirksverbände gegliedert, die in rund 60 Kreis- und Ortsverbände unterteilt sind.

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